06196 5868470 info@formaxx.de
Die Gier nach Zinsen – Gastkommentar

Die Gier nach Zinsen – Gastkommentar

Kapitalmarktkommentar von Frank Termathe

Die Gier nach Zinsen macht Menschen unvorsichtig. Seitdem die EZB 2009 die Zinsen auf Konten quasi abschaffte und anschließend sogar Strafzinsen einführte, sind gut verzinste, risikolose Geldanlagen ungefähr so selten geworden wie Einhörner. Doch fast immer, wenn Menschen mit einer Veränderung konfrontiert werden, insbesondere, wenn sie unangenehm ist, weigern sie sich, diese zu akzeptieren.

„Alternative Anlageformen wie die Nachranganleihe waren vor wenigen Jahren noch ein No-Go.“

Kapitalanleger, auch institutionelle, bilden da keine Ausnahme. Bei der verzweifelten Suche nach verzinslichen Anlagen investieren sie in alternative Anlageformen, die vor wenigen Jahren noch als „No-Go“ galten. Eine dieser alternativen Anlageformen ist die sogenannte Nachranganleihe, die einen regelrechten Boom erlebte. Der Name deutet schon an, dass mit diesen Anleihen etwas anders ist. Das Wichtigste für die Anleger, sie bieten einen höheren Zinssatz als normale Anleihen. Doch diesen Vorteil erhalten die Investoren nicht gratis, sie müssen dafür den sogenannten „Nachrang-Status“ ihrer Anleihen akzeptieren. Im Falle einer Insolvenz werden diese nachrangig, also nach allen anderen, bedient. Die Anleihebesitzer bekommen aus der Konkursmasse ihr Geld zwar noch vor den Aktionären des Unternehmens, aber nach den Gläubigern und Inhabern einer normalen Schuldverschreibung. Dann ist jedoch in den meisten Fällen schon lange nichts mehr da. Wegen dieser besonderen Stellung zwischen Aktien und normalen Anleihen wird diese Anlageform auch als „Hybridkapital“ bezeichnet. Der höhere Zinssatz wird also mit höherem Risiko bezahlt. In der Wahrnehmung der Investoren sind die Zinszahlungen sehr real, da sie jährlich auf dem Konto zu sehen sind. Das Risiko aber ist wenig sichtbar und wird als eher hypothetisch oder imaginär wahrgenommen. Obwohl der Tausch von Rendite in Risiko deutlicher nicht sein kann. Daher ist das Volumen dieser Anleihen insbesondere im Bankensektor in den letzten Jahren auch enorm gestiegen.

„Den Vorteil erhalten die Investoren nicht gratis, sie müssen den Nachrang-Status akzeptieren. Im Falle einer Insolvenz werden sie erst nach allen anderen bedient.“

Wie das Risiko konkret aussieht, konnten wir Anfang Juni bestens beobachten, als die spanische Banco Popular an die Santander Bank verkauft wurde. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der Verkauf nicht freiwillig geschah, sondern von der EZB angeordnet wurde. Die EZB stellte fest, dass die spanische Bank die Mindestanforderungen der neuen europäischen Bankenverordnung nicht erfüllte und ordnete die Abwicklung an. Die Maßnahme kam für die Marktteilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes „über Nacht“ und führte bei Aktionären und Anleihebesitzern der Banco Popular zu Verlusten von 3,4 Milliarden Euro. Die mit 11,5 Prozent hochverzinslichen Nachranganleihen der Banco Popular notierten wenige Wochen zuvor noch zum Nennwert von 100 Euro. Nach Bekanntgabe der Nachricht fiel der Kurs um 97 Prozent auf knappe 3 Euro, die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Dabei ist zu beachten, dass die Bank nicht im klassischen Sinne bankrott ist. Die Kunden der Banco Popular kommen weiterhin an ihre Einlagen und die Bank kann weiter Geschäfte machen. Nur die Aktionäre und Anleihebesitzer haben nichts mehr, die Bank gehört jetzt jemand anderem, der Santander Bank.

„Die Maßnahme kam über Nacht und führte zu Verlusten von 3,4 Milliarden Euro.“

Im täglichen Leben am Ende der Schlange zu stehen ist unangenehm, im Finanzsektor ist es mitunter sehr risikoreich. Eine alte Börsenweisheit fasst meine langen Erläuterungen in wenigen Worten zusammen: „There is no free lunch“.

„Das Risiko ist nicht nur zu hoch, es ist auch intransparent.“

Da wir dieser Form von Anleihen sehr skeptisch gegenüber stehen, befinden sich solche Hybridpapiere auch nicht in der ETFplus-Vermögensverwaltung. Das Risiko ist nicht nur zu hoch, es ist auch intransparent. „Es ist heute nahezu unmöglich die Risiken, die sich in einer Bankbilanz verbergen, einzuschätzen.“ Diese Worte stammen nicht von mir, sondern von einem vertrauten Bankenanalyst.

Unterstützung beim Girokontowechsel

Unterstützung beim Girokontowechsel

Die Preislandschaft für Kontoführungsgebühren ist in den letzten Monaten wieder vielfältiger geworden. Nur noch wenige Banken bieten ihren Kunden vollständig kostenlose Angebote. Bereits im Juni haben wir darüber im Artikel Kontoführung wieder kostenpflichtig berichtet. Jetzt ist eine gesetzliche Grundlage in Kraft getreten, die den Wechsel zu einer anderen Bank vereinfacht und den Wettbewerb zwischen den Banken und Sparkassen somit fördern soll.

Das sogenannte Zahlungskontengesetz, das auch das Basiskonto für Jedermann regelt, verpflichtet Banken zur Unterstützung beim Wechsel des Girokontos, wenn ein Kunde dies wünscht. Anhand eines standardisierten Formulars müssen die beiden beteiligten Banken dann einen Großteil des Girokontoumzugs organisieren. Zunächst fragt die neue Bank bei dem bisherigen Institut alle Daueraufträge, eingehenden Zahlungen und Lastschriftvorgänge der vergangenen 13 Monate ab. Anhand dieser Informationen wird das neue Konto eingerichtet. Einzahler und Abbucher werden über die neue Kontoverbindung informiert. Eventuell fehlende Informationen, wie etwa die Anschrift eines Lastschrift-Einreichers, muss die neue Bank bei dem Kunden oder der alten Bank in Erfahrung bringen. Mit Ablauf des vom Kunden festgelegten Stichtags akzeptiert die alte Bank keine Einzahlungen und Lastschriften mehr und informiert die Zahlungspartner über den Kontowechsel. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt die neue Bank eventuelles Restguthaben und erledigt fortan alle Kontobewegungen. Der gesamte Umzug darf laut dem Gesetz nicht länger als zwölf Bank-Geschäftstage dauern.

Dieser Kontowechselservice muss jedoch nicht kostenfrei angeboten werden. Die Banken und Sparkassen können ein angemessenes Entgelt erheben, das jedoch vorher mit dem Kunden vereinbart werden muss. Wer sich das Entgelt sparen will, kann die Listen der Daueraufträge und regelmäßigen Lastschriften kostenfrei bei der Bank abfordern und die Kommunikation anhand von Musterschreiben (z. B. von https://www.verbraucherzentrale.de/doc35905311A) selbst übernehmen.

 

 

„KFZ-Herbst“ lockt mit günstigen Prämien

„KFZ-Herbst“ lockt mit günstigen Prämien

Kaum fallen die Temperaturen in den einstelligen Bereich, erscheinen wieder die KFZ-Versicherer auf der Bildfläche. Wechselwillige werden mit günstigen Beiträgen gelockt und alle anderen durch zum Teil schon penetrante Werbung in Versuchung geführt. Glaubt man den Werbeaussagen der einschlägigen Vergleichsportale, lohnt sich ein Versicherungswechsel immer, doch ist der jährliche Wechsel sinnvoll? Bereits 2015 haben wir in unserem Newsletter die wichtigsten Fragen dazu beantwortet. Hier noch einmal die Antworten im Überblick:

 

Warum wird der Wechsel der KFZ-Versicherung jedes Jahr zur gleichen Zeit beworben?

Die Antwort hierauf liegt in der Gestaltung der Versicherungsverträge. Während bei Sach-Versicherungen die Kündigungsfrist meist drei Monate beträgt und das Datum des Versicherungsablaufs oft uneinheitlich ist, ist dies im KFZ-Bereich nur selten der Fall. Verträge haben dort in der Regel eine einmonatige Kündigungsfrist und Vertragsablauf ist üblicherweise der 31.12. des Jahres. Zu beachten ist jedoch, dass einige wenige Verträge auch unterjährig auslaufen. Dies sollten Sie durch einen kurzen Blick auf Ihren Versicherungsschein prüfen, bevor Sie tätig werden.

 

Kann ein Versicherungswechsel Vorteile für mich bringen?

Oftmals lässt sich durch einen Versicherungswechsel tatsächlich der Beitrag reduzieren. Bei einem Vergleich sollte jedoch nicht nur die Versicherungsprämie betrachtet werden. Fast wichtiger sind die versicherten Leistungen. Hierbei spielen Merkmale wie Rabattretter, Fahrleistung, freie Werkstattwahl und natürlich die Deckungssumme eine wesentliche Rolle. Nur bei in etwa identischen Leistungen sollte die zu zahlende Prämie den Ausschlag geben.

 

Ich habe die Kündigungsfrist verpasst, muss ich jetzt bis nächstes Jahr warten?

Wenn Ihr Versicherer Ihren Beitrag in diesem Jahr erhöht, wird Ihnen ein außerordentliches Kündigungsrecht eingeräumt. Dieses können Sie bis zu vier Wochen nach Kenntnis über die Beitragserhöhung geltend machen. Bitte beachten Sie hierbei, dass die Kündigung dennoch zum regulären Ablauftermin gültig wird.

 

Wie soll ich am besten Vorgehen, wenn ich meine Versicherung wechseln möchte?

Nehmen Sie sich etwas Zeit und legen Sie Ihre Ansprüche an Ihre Wunschversicherung fest. Hierbei helfen Ihnen Verbraucherschutzmagazine wie z. B. Finanztest. Geben Sie dann Ihren Kritierienkatalog sowie Fahrer- und Fahrzeugdaten in ein Vergleichsportal ein und notieren Sie sich jeweils die für Sie passenden Ergebnisse. Wiederholen Sie dies bei mindestens einem weiteren Portal, denn Vergleichs-Anbieter zeigen in der Regel nicht alle Angebote.

Liegen uns Ihre Daten als FORMAXX Kunde bereits vor, geben Sie uns einfach ein kurzes Zeichen und wir überprüfen Ihre aktuelle Versicherung auf Leistung und Preis. Besteht Handlungsbedarf, liefern wir Ihnen die gewünschte Qualität, so günstig wie möglich. Auch als Neukunde helfen wir Ihnen natürlich gerne 😉

Sieg für den Verbraucherschutz

Sieg für den Verbraucherschutz

Millionen Verbraucher vertrauen bei der Suche nach dem billigsten Anbieter von Versicherungen, Strom oder Reisen den Vergleichsportalen im Internet. Ein paar Angaben genügen – und schon erscheint auf dem Bildschirm eine Liste der Anbieter, sortiert nach Preis. Nicht allen Verbrauchern ist klar, dass die Portale für jeden Vertragsabschluss Provisionen von den Versicherungen oder Reiseanbietern erhalten – denn der Hinweis auf die Rolle als Makler ist auf die Schnelle in den Vergleichsportalen nicht zu sehen.

Aus diesem Grund hat der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK) vor dem Landgericht München geklagt und einem großen Vergleichsportal unlauteren Wettbewerb vorgeworfen. Unter der Tarnung eines Preisvergleichs würden Verbraucher angelockt, Versicherungsverträge abzuschließen.

Nach monatelanger Verhandlung gab nun das Gericht dem BVK in großen Teilen Recht. Das Geschäftsmodell „Online-Vergleichsportal für Versicherungen“ bleibt zwar bestehen, dennoch müssen einige Änderungen vorgenommen werden. Zukünftig müsse dem Nutzer klar ersichtlich sein, dass an dieser Stelle ein Versicherungsmakler agiert und demnach auch Provisionen fließen. Klargestellt wurde darüber hinaus, dass auch für Online-Makler die gesetzlichen Beratungspflichten gelten. Der BVK bezeichnet das Urteil als einen „Sieg für den Verbraucherschutz“.

Die Frage um den Verbraucherschutz dreht sich jedoch nicht allein um die Informationspflicht, sondern gleichzeitig auch darum, inwieweit die Auswahl nach dem günstigsten Preis auch zum tatsächlichen Bedarf der Kunden passt. Durch die minimale Datenabfrage des Vergleichsportals, stellt sich die tatsächliche Ermittlung des Kundenbedarfs schwierig dar. Eine individuelle Beratung oder gar ein persönliches Gespräch fehlen.

Wir wissen, dass Sie als unser Kunde eine kompetente und transparente Beratung schätzen. Helfen Sie auch anderen Verbrauchern und bewerten Sie Ihre Erfahrung mit uns auf https://www.whofinance.de/bewertung-abgeben/fuer/berater/. Danke! (Infos: Bewertungsportal WhoFinance)

Wechselchance Wohngebäudeversicherung

Wechselchance Wohngebäudeversicherung

Wer ein Haus hat, braucht auch eine Wohngebäudeversicherung. Das Geschäft mit den Hauspolicen wird für die Versicherer aber immer riskanter. Schwere Stürme, Unwetter und Hochwasser verwüsten die Bilanzen von Wohngebäudeversicherern und die Sparte führt immer öfter zu Verlusten. Das bekommen vor allem Versicherungsnehmer zu spüren. Preiserhöhungen und sogar Kündigungen von langjährigen Verträgen sind kein Einzelfall mehr.

Aktuell durchforsten die Versicherer ihre Bestände auf der Suche nach Verträgen, die sich für sie nicht mehr rechnen. Oft trifft es dann Kunden, die bereits einen oder mehrere Schäden gemeldet haben. Grundsätzlich können die Versicherer – wie auch die Kunden – Verträge nicht nur nach einem Schaden kündigen, sondern auch mit einer dreimonatigen Frist zum Ende des Versicherungsjahres. Oft würden die Anbieter die Kunden gerne behalten – nur eben nicht zu den bisherigen Konditionen. Wenn Preiserhöhungen im Vertrag ausgeschlossen sind, kommt eine sogenannte Änderungskündigung in Frage: Der alte Vertrag wird aufgelöst und durch einen neuen ersetzt, der teils andere Leistungen umfasst und in der Regel deutlich teurer ist.

Wenn Sie selbst, Verwandte oder Freunde davon betroffen sind, sehen Sie dies als Chance, sich den Markt noch einmal genauer anzusehen. Gerne begleiten wir Sie dabei. Durch unsere Gold-Silber-Bronze-Logik finden wir für Sie das passendste Produkt des gesamten Versicherungsmarktes – den Kriterien von Verbraucherschützern wie immer voll entsprechend.

Verbraucherschutz bei Immobilienfinanzierung

Verbraucherschutz bei Immobilienfinanzierung

Der Deutsche Bundestag hat im Februar die Wohnimmobilienkreditrichtlinie verabschiedet, die am Montag in Kraft getreten ist. Deren Ziel: Beratungspflichten für Darlehensgeber, insbesondere im Rahmen der Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträge, zu verschärfen. Eine Fernberatung soll ausgeschlossen werden. Somit verstärken sich der Verbraucherschutz zur Immobilienfinanzierung und die Verbraucherrechte.

„Wir begrüßen die Stärkung der Verbraucherschützer und die Verankerung der notwendigen Beratungsqualifikationen in der Richtlinie“, erklärt Jörg Röckinghausen, verantwortlich für das Produktmanagement Finanzierung bei der FORMAXX AG. Ein weiterer Punkt der Wohnimmobilienkreditrichtlinie betrifft das Widerrufsrecht. Der Bundestag beschloss mit der neuen Richtlinie ebenfalls, dass auch das „ewige Widerrufsrecht“ für Immobilienkreditverträge mit fehlerhafter Widerrufsbelehrung zum 21. Juni 2016 erlischt. Davon betroffen sind laut Stiftung Warentest etwa 80 Prozent aller Verträge, die zwischen September 2002 und Juni 2010 abgeschlossen wurden.

Kreditnehmer mit einem Vertrag aus dieser Zeit haben noch bis zum 21.06.2016 Zeit, die verwendete Widerrufsbelehrung überprüfen zu lassen. Sollten Sie dementsprechend an einen Vertrag gebunden sein, unterstützen wir Sie gerne. Wenden Sie sich einfach an Ihren FORMAXX Berater.