06196 5868470 info@formaxx.de
Arbeitgeber: Attraktiver durch betriebliche Altersvorsorge

Arbeitgeber: Attraktiver durch betriebliche Altersvorsorge

Das größte Kapital kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMUs) sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, die sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren. Fehlt diese emotionale Verbindung, kann sich das spürbar negativ auf das Betriebsergebnis und die Zukunftsperspektiven auswirken. Unternehmen sind deshalb, auch angesichts des immer deutlicher werdenden Fachkräftemangels, dazu aufgefordert, attraktive Bindungsinstrumente für ihre Mitarbeiter zu installieren oder bereits bestehende zu optimieren. Ein Instrument, das qualifizierten Bewerbern und Arbeitnehmern einen deutlichen Vorteil verschafft und dadurch auch die Arbeitgeber profitieren lässt, ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV).

Wichtiges Instrument zur Personalentwicklung

Für Arbeitnehmer bietet ein Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge offensichtliche Vorteile: Sie sparen mit einer sogenannten „Entgeltumwandlung“ direkt aus dem Bruttogehalt, wodurch sich ihre Steuer- und Sozialabgaben reduzieren. Zudem beteiligt sich daran oft der Arbeitgeber mit einem Zuschuss in Höhe der von ihm eingesparten Sozialversicherungsbeiträge. Mit diesem Modell können Arbeitnehmer zusammen mit ihrem Arbeitgeber ihre Altersvorsorge ausbauen. Der Arbeitgeber hingegen profitiert durch die damit gestiegene Attraktivität seiner Stellenangebote.

Vorteile werden oft noch nicht genutzt

Trotz dieser Vorteile besteht gerade bei KMUs noch großer Handlungsbedarf: Denn mehr als 70 Prozent der Arbeitnehmer nutzen bislang noch nicht die Vorteile einer bAV. Dabei haben sie einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge über einen vom Arbeitgeber ausgewählten „Durchführungsweg“. Unternehmen wären daher gut beraten, ihrer Belegschaft aktiv ein Angebot zu unterbreiten. Denn für immer mehr Arbeitnehmer spielen bei der Wahl eines attraktiven Arbeitgebers neben dem Gehalt noch weitere Faktoren eine entscheidende Rolle.

Die bAV ist deshalb eine große Chance für Arbeitgeber, qualifizierte Bewerber von ihren leistungsfähigen Vorsorgekonzepten zu überzeugen und als Fachkräfte für ihr Unternehmen zu gewinnen. Dabei stehen mehrere Durchführungswege zur Verfügung, die jeweilige Eignung richtet sich nach der Unternehmensgröße, Branche und dem selektierten Mitarbeiterkreis. Im Mittelpunkt steht dabei immer die aktuelle Ausgangssituation des Unternehmens: Möchte ein großer Arbeitgeber mehrere Durchführungswege kombinieren, um sein Betriebsrentenangebot zu erweitern? Oder sucht ein kleineres Unternehmen eine bewährte und in der Verwaltung wenig aufwändige Lösung?

Das richtige Modell auswählen

Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die gewählte bAV nicht mit zusätzlichen Bausteinen und Opti­onen „überfrachtet“ ist. Leider sind solche Modelle meist unübersichtlich gestaltet, was deren Annahme durch die Mit­arbeiter hemmt und die Verwaltung für den Arbeitgeber aufwändig macht.

Zu den gesuchten Fachkräften gehören auch studentische „Minijobber“, deren Einkünfte jedoch gesetzlich begrenzt sind. Trotzdem möchten sich viele gerne eine eigene Altersvorsorge aufbauen, können sich diese aber nicht leisten. Die „Minijob-Rente“ kann hierbei Abhilfe schaffen und für mehr Motivation und Produktivität ohne Nachteile auf beiden Seiten sorgen

Pflegekosten der Eltern

Pflegekosten der Eltern

Wenn Eltern im Alter in ein Pflegeheim kommen, müssen die Kinder die Pflegekosten der Eltern übernehmen, sofern diese das selbst nicht mehr können. Da die Kinder in jungen Jahren von ihren Eltern unterstützt wurden, sollen die Kinder später für ihre Eltern sorgen. So sieht es der Gesetzgeber. Die Kinder müssen Unterhaltszahlungen für die Beträge leisten, die die Eltern nicht selbst aufbringen können. Und zwar mit dem Anteil des Einkommens, das nach Abzug von Ausgaben und Schonbeträgen übrig bleibt.

Unterhaltshöhe sorgt für Streit

Streitpunkt ist immer wieder die Höhe der zu übernehmenden Kosten. In einem aktuellen Fall am Bundesgerichtshof hat das Sozialamt die Tochter eines Pflegebedürftigen für einen Teil der Pflegekosten in Anspruch genommen. Die Tochter erklärte, dass die geleistete Betreuung ihres eigenen Kindes in Geld umgerechnet und somit einkommensmindernd berücksichtigt werden solle. Das sahen die Richter des BGH allerdings anders. Nur der an das Kind erbrachte Bar- und Naturalunterhalt könne mindernd berücksichtigt werden. Dieser ergebe sich „aus dem gemeinsamen Einkommen beider Elternteile unter Abzug des halben Kindergeldes und des vom anderen Elternteil geleisteten Barunterhalts“, so der BGH.

Wann müssen Kinder zahlen?

1. Elternvermögen geht vor

Bevor die Kinder für Pflegekosten herangezogen werden, müssen die Eltern zuerst ihr eigenes Vermögen einsetzen – also aus gesetzlicher und privater Rente, Pflegeversicherung und ihrem Vermögensstamm. Einen Schonbetrag von derzeit 2.600 Euro dürfen sie behalten. Sollte ein Anspruch auf Grundsicherung im Alter bestehen, muss dieser beantragt werden. Erst danach sind die Kinder verpflichtet, für den Unterhalt der Eltern zu sorgen – im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten.

2. Unterhalt hängt vom Vermögen der Kinder ab

Ob Kinder wirklich Elternunterhalt zahlen müssen, hängt vom Einkommen und Vermögen der Kinder ab. Hier werden alle tatsächlich erzielten Einkünfte zusammengerechnet – bei Arbeitnehmern wird der Durchschnitt von zwölf zusammenhängenden Monaten vor Eintritt des Unterhaltbedarfs gebildet. Wer selbständig ist, bei dem werden die durchschnittlichen Einkünfte der zurückliegenden drei bis fünf Jahre herangezogen.

3. Diese Kosten können abgezogen werden

Von diesem ermittelten Nettoeinkommen werden nun noch folgende Kosten abgezogen.

  • Ausgaben für den Beruf, beispielsweise Fahrtkosten
  • Kosten der allgemeinen Krankenvorsorge und krankheitsbedingte Aufwendungen
  • Kosten für private Altersvorsorge (bis zu fünf Prozent des Bruttoeinkommens plus Zinsen)
  • Darlehensverbindlichkeiten
  • Anfallende Kosten für regelmäßige Besuche der Eltern

Vom bereinigten Nettoeinkommen können die Kinder noch einen Selbstbehalt abziehen. Dieser beträgt seit 1. Januar 2015 1.800 Euro. Kommt ein Ehepartner hinzu, sind es weiter 1.440 Euro monatlich. Vom eigenen über den Selbstbehalt hinausgehenden Vermögen können 50 Prozent einbehalten werden. Zum Schonvermögen zählt weiterhin beispielsweise das eigene, selbst genutzte Haus, ebenso wie Reserven für Urlaube. Sollten Unterhaltsansprüche eigener Kinder bestehen, kommen diese zuerst.

4. Unterhaltspflicht unabhängig vom Verhältnis zu den Eltern

Die Unterhaltspflicht ist vollkommen unabhängig vom Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Auch wer seine Eltern jahrelang nicht gesehen hat, muss die Pflegekosten übernehmen. Nur Kinder, deren Eltern ihnen gegenüber etwa selbst die Unterhaltspflicht verletzt haben, haben eine Chance, den Zahlungen zu entgehen.

Altersvorsorge für Selbständige

Altersvorsorge für Selbständige

Wer in Deutschland als Selbständiger tätig ist, scheint keine großen Erwartungen an seine eigene Zukunft zu haben. Zumindest, wenn man einer Studie des Versicherers Aegon Glauben schenkt. Hiernach sind gerade einmal ein Fünftel der Selbständigen in Deutschland davon überzeugt, im Ruhestand komfortabel leben zu können. In die gesetzliche Rentenversicherung zahlen die wenigsten ein. Viele Selbständige in Deutschland wissen, dass sie privat etwas für ihre Altersvorsorge tun müssen, bleiben aber untätig. Für sie rückt der Ruhestand damit in weite Ferne, wie die Studie offenbart.

Wenig Zukunftshoffnungen

Da in Deutschland nur die wenigsten Selbständigen an eine Rente glauben, mit der sie auskommen, sind die meisten davon überzeugt, erst später bzw. überhaupt nicht in den Ruhestand gehen zu können. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der deutschen Selbständigen geben an, erst nach dem 65. Lebensjahr in den Ruhestand gehen zu können. Einige sehen sich bis zu ihrem Lebensende arbeiten, unter anderem aus finanziellen Gründen.

Altersvorsorge als Notwendigkeit erkannt

In der Regel können Selbständige weder in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, noch arbeitgebergeförderte Leistungen zur Altersvorsorge bekommen. Sie müssen sich also besonders sorgfältig mit ihrer Ruhestandsplanung befassen. Laut der Studie weiß die überwiegende Mehrheit der Selbständigen, dass Altersvorsorge in ihrer eigenen Verantwortung liegt. Von dieser Erkenntnis bis zur Umsetzung scheint es allerdings ein weiter Weg zu sein. Gerade einmal 40 Prozent der Befragten geben an, regelmäßig Geld zurückzulegen. Von den Einzelunternehmern schaffen sich sogar nur 29 Prozent ein Finanzpolster an.

Exit Strategie für Selbständige

15 Prozent der Selbständigen planen einen Verkauf ihres Unternehmens zur Absicherung des Ruhestands. Aber Gewissheit über den Unternehmenswert zum Renteneintritt kann ihnen niemand geben. Einen schriftliches Konzept zur Versorgung im Alter hat nur jeder zehnte Unternehmer. 44 Prozent erklärten immerhin, über einen „Plan B“ zu verfügen, falls sie nicht mehr bis zum geplanten Eintritt in den Ruhestand arbeiten können.

Politischer Gegenentwurf zur Altersarmut offen

Inzwischen beschäftigt sich auch die deutsche Politik mit der drohenden Altersarmut bei Selbständigen. In der Sache sind sich die Parteien über die Dringlichkeit dieses Problems einig – unterschiedliche Vorstellungen bestehen allerdings hinsichtlich der Lösung. So ist umstritten, ob einfach alle Selbständigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen oder eher zur selbständigen Altersvorsorge verpflichtet werden sollen. Letzteres könnte dann auch über private Anbieter stattfinden.

Versicherungswirtschaft bietet private Lösungen

Der Markt der Finanzdienstleistungen kennt das Problem seit Langem und hält inzwischen eine breite Palette an Lösungen bereit. Doch nur wer den zukünftigen Bedarf genau kennt und weiß, wie viel er dafür monatlich zur Seite legen muss, kann dieses Ziel auch systematisch verfolgen. Der erste Schritt ist somit immer eine Bestimmung des Bedarfs. Aspekte wie Inflation, Rentenanpassungen, Steuern und Versicherungen im Alter müssen hier berücksichtigt werden. Auf Basis des so ermittelten Bedarfs findet sich oft schnell eine passende und bezahlbare Lösung, insbesondere wenn man sich frühzeitig dem Thema Altersvorsorge widmet.

Neuerungen in 2017

Neuerungen in 2017

Ein neues Jahr bringt auch immer einige finanzielle Neuerungen mit sich, die sich z.B. aus Gesetzesänderungen ergeben. Über einiges haben wir im Laufe des letzten Jahres bereits ausführlich berichtet. Heute liefern wir noch einmal einen Überblick, was am 01.01.2017 teurer wurde und von welchen Neuerungen Sie künftig profitieren können:

 

O

Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze ist der maximale Anteil des Bruttolohns, der bei der Berechnung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung berücksichtigt wird. Für den darüber hinausgehenden Betrag müssen keine Rentenabgaben gezahlt werden. In diesem Jahr steigt die Grenze auf 76.200 Euro für die alten bzw. 68.400 Euro für die neuen Bundesländer.

P

Förderung der betrieblichen Altersvorsorge steigt

Mit der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze erhöht sich gleichzeitig der Teil des Gehalts, den Arbeitgeber ohne Abzug von Steuern oder Sozialabgaben in Direktversicherungen oder Pensionskassen bzw. -fonds für ihre Mitarbeiter einzahlen können. Der Höchstbetrag steigt von 2.976 Euro auf 3.048 Euro pro Jahr.

P

Rürup-Rente besser absetzbar

Die Ausgaben für eine Basis-Rente, die sogenannte „Rürup-Rente“, können auch 2017 mit nochmals verbesserten Konditionen als Sonderausgaben in der Steuererklärung berücksichtigt werden. Der steuerliche Höchstbetrag zur Basis-Rente steigt um 595 Euro auf 23.362 Euro. Gleichzeitig wächst der absetzbare Anteil der eingezahlten Beiträge auf 84 Prozent (vorher 82 Prozent). Somit sind 2017 maximal 19.624 Euro als Sonderausgaben abzugsfähig – für gemeinsam veranlagte Ehegatten entsprechend 39.248 Euro.

P

Die Flexi-Rente kommt

Schon seit dem 1. Januar 2017 können Arbeitnehmer dank des Flexi-Rentengesetzes zwischen 63 und 67 Jahren ihren Übergang in die Rente individuell gestalten. Dabei sollen Teilzeitarbeit und Teilrentenbezug besser kombinierbar sein. Vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze lässt sich so unter anderem eine Teilzeitarbeit durch eine Teilrente leichter als bisher ergänzen.

O

Garantiezins sinkt

Seit dem 1. Januar 2017 dürfen Lebens- und Rentenversicherungen nur noch einen Garantiezins von 0,9 Prozent bieten. Der Gesetzgeber hat den sogenannten Höchstrechnungszins damit wiederum abgesenkt, diesmal um 0,35 Prozentpunkte. Lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen Artikel Auswirkungen der Garantiezinssenkung.

O

Neue Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung

Die häufigste Krankenversicherungsart in Deutschland ist nach wie vor die gesetzliche Versicherung. Ihr monatlicher Beitrag bemisst sich nach dem Bruttolohn. Auch hierfür existiert eine Beitragsbemessungsgrenze, die bislang bei 50.850 Euro lag. Ab dem 1. Januar 2017 beträgt der maximal berücksichtigte Bruttolohn 52.200 Euro. Wer Einkommen über dieser Grenze hat, zahlt also künftig etwas mehr für seine Krankenversicherung.

O

Erhöhung der Pflichtgrenze Krankenversicherung

Ab einem Jahreseinkommen von 57.600 Euro können Arbeitnehmer nun von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Bis zum 31.12.2016 lag diese Grenze noch bei brutto 56.250 Euro. Somit wurde die Hürde nun etwas höher gesteckt.

P

Neue Pflegereform

Mit dem Anbruch des neuen Jahres begann auch ein neuer Abschnitt bei dem Thema Pflege. Der Gesetzgeber hat eine weitreichende Pflegereform beschlossen. Patienten werden nun nicht mehr in drei Pflegestufen sondern in fünf Pflegegraden eingestuft. Auch das Bewertungsverfahren hat sich verändert. Bereits pflegebedürftige Versicherte haben allerdings Bestandsschutz und erhalten anstatt ihrer alten Pflegestufe einen mindestens um eine Ebene höheren Pflegegrad. Durch die Reform erhöht sich auch das maximale Pflegegeld: In der ambulanten Pflege wurden bisher monatlich 728 Euro in der Pflegestufe 3 gezahlt. Patienten des gleichwertigen Pflegegrades 5 erhalten jetzt 901 Euro. Bei vollstationärer Versorgung wurden bisher 1.995 Euro für Härtefälle in der Pflegestufe 3 gezahlt, im Pflegegrad 5 erhöht sich dieser Betrag jetzt auf 2.005 Euro.

O

Höhere Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung

Die Pflegereform bringt Kosten von rund 2,5 Mrd. Euro jährlich mit sich. Zur Finanzierung werden unter anderem auch die Beiträge zur Pflegeversicherung leicht erhöht. Gesetzlich Versicherte zahlen nunmehr 2,55 Prozent statt wie bisher 2,35 Prozent (bei Kinderlosen 2,8 Prozent statt 2,6 Prozent).

P

Mehr Kindergeld

In den kommenden beiden Jahren wird das monatliche Kindergeld jeweils um zwei Euro angehoben. Für das erste und zweite Kind erhalten Eltern ab 2017 zunächst 192 Euro. Ab 2018 beträgt das Kindergeld dann 194 Euro monatlich. Für das dritte Kind erhöht sich der Betrag entsprechend auf 198 Euro und 2018 auf 200 Euro. Für weitere Kinder zahlt die Familienkasse ab 2017 monatlich 223 Euro, im darauffolgenden Jahr schließlich 225 Euro.

P

Mindestlohn steigt

Seit dem 1. Januar erhalten Arbeitnehmer mindestens 8,84 Euro gesetzlichen Mindestlohn. Vorher betrug der mindestens zu zahlende Stundenlohn noch 8,50 Euro brutto. Für einen auf Mindestlohn-Basis Beschäftigten in Vollzeit bedeutet dies ein monatliches Plus von ca. 55 Euro brutto. Weitere Pläne für 2017 beinhalten die Anhebung des Mindestlohns auf 9 Euro.