|
Wieso steigen die Beiträge zum 01.01.2026 zum Teil deutlich?
Durchschnittlich sind die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung zum 01.01.2026 um mehr als 10% gestiegen – für manche Versicherte liegt die Erhöhung jedoch deutlich darüber. Grund für die Beitragserhöhung in der Krankenversicherung sind starke Anstiege bei den medizinischen Leistungsausgaben. In den vergangenen fünf Jahren sind diese um 30% auf fast 40 Milliarden Euro gestiegen.
Eine Beitragsanpassung darf immer nur dann erfolgen, wenn die Versicherungsleistungen in einem Tarif nachweislich um einen bestimmten Prozentsatz höher liegen, als ursprünglich kalkuliert. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Abweichung von 10 Prozent. Es ist aber auch möglich, einen niedrigeren Schwellenwert vertraglich zu vereinbaren. In manchen Tarifen ist das der Fall. Ob eine entsprechende Abweichung vorliegt, kontrolliert ein unabhängiger Treuhänder. Überschreiten die Kostensteigerungen in den Tarifen der privaten KV nicht die Schwellenwerte, gibt es auch keine Beitragsanpassung. Durch dieses Prinzip kommt es dazu, dass Beiträge scheinbar „sprunghaft“ steigen – auch, wenn sich in der mehrjährigen Betrachtung ein deutlich niedrigerer Anstieg ergibt.
Auch bei der Gesetzlichen Krankenversicherung machen sich die höheren Leistungsausgaben sowie die Entwicklung von Löhnen und Gehältern bemerkbar. Durch die Anpassung der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze um mehr als 3.500 Euro und die Erhöhung der Zusatzbeiträge steigt der durchschnittliche monatliche Höchstbeitrag um rund 75 Euro bzw. 8 Prozent.
So zahlen Beschäftigte mit Durchschnittseinkommen ab 2026 monatlich rund 760 Euro für die Krankenversicherung. Bei Personen mit einem Einkommen an der Beitragsbemessungsgrenze sind es sogar 1.017 Euro. Die Zahlen basieren auf der steigenden Beitragsbemessungsgrenze und der vom GKV-Spitzenverband vereinbarten Anhebung des Zusatzbeitrags 2026.
Dabei sind die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung nicht garantiert, sie können jederzeit verändert – in der Regel verringert – werden, ohne dass Einfluss auf die Vertragsgestaltung genommen werden kann.
Wenn Sie sich für einen Wechsel in die Private Krankenversicherung, für Zusatzabsicherungen oder für weitere Informationen zum Thema Krankenversicherung interessieren – wir unterstützen Sie gerne.
Krankenversicherungsbeiträge im Rentenalter - unbezahlbar?
Weitblick zahlt sich aus – auch bei der Finanzierung der Beiträge zur Krankenversicherung im Rentenalter. Die Rente fällt im Allgemeinen niedriger aus als das letzte Gehalt. Deshalb empfiehlt es sich, heute schon die Weichen zu stellen, um im Rentenalter die Finanzierung des Gesundheitsschutzes sicher zu stellen.
Beiträge zur GKV und PKV im Rentenalter
Ob gesetzlich oder privat krankenversichert – die Beitragsentwicklung gibt vielen Kunden Anlass zur Sorge. Doch Sie können heute schon geeignete Maßnahmen ergreifen, um im Rentenalter zu profitieren:
Private Krankenversicherung (PKV):
Sie können Ihren Versicherungsschutz um eine Beitragsentlastungskomponente ergänzen, um im Rentenalter Ihren Krankenversicherungsbeitrag zu senken. Der Aufwand für die Beitragsentlastungskomponente wird steuerlich gefördert und bei Angestellten – unter bestimmten Voraussetzungen – durch den Arbeitgeber bezuschusst.
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV):
Eine zusätzliche Altersversorgung im Rahmen einer privaten Rentenvorsorge gibt Ihnen die Sicherheit, die Finanzierung der Krankenkassenbeiträge auch im Rentenalter problemlos leisten zu können. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, je nach Konzept gibt es steuerliche Vorteile.
Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung auf über 3% gestiegen. Jetzt vergleichen und Geld sparen!
Zum 1. Januar 2026 haben bereits 42 von 93 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Beiträge angehoben. Im Schnitt stieg der Zusatzbeitrag, den die Kassen selbst erheben können, um 0,23 Prozentpunkte auf 3,36 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens an.
Ein Vergleich kann sich lohnen. Neben Leistungsunterschieden, z.B. bei Zahnreinigung und den Bonusprogrammen, kann durch einen Wechsel ein finanzieller Vorteil von über 300.-€ netto pro Jahr entstehen. Wenden Sie sich gerne an Ihre Beraterin / Ihren Berater, wir vergleichen für Sie. |