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Arbeitgeber: Attraktiver durch betriebliche Altersvorsorge

Arbeitgeber: Attraktiver durch betriebliche Altersvorsorge

Das größte Kapital kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMUs) sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, die sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren. Fehlt diese emotionale Verbindung, kann sich das spürbar negativ auf das Betriebsergebnis und die Zukunftsperspektiven auswirken. Unternehmen sind deshalb, auch angesichts des immer deutlicher werdenden Fachkräftemangels, dazu aufgefordert, attraktive Bindungsinstrumente für ihre Mitarbeiter zu installieren oder bereits bestehende zu optimieren. Ein Instrument, das qualifizierten Bewerbern und Arbeitnehmern einen deutlichen Vorteil verschafft und dadurch auch die Arbeitgeber profitieren lässt, ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV).

Wichtiges Instrument zur Personalentwicklung

Für Arbeitnehmer bietet ein Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge offensichtliche Vorteile: Sie sparen mit einer sogenannten „Entgeltumwandlung“ direkt aus dem Bruttogehalt, wodurch sich ihre Steuer- und Sozialabgaben reduzieren. Zudem beteiligt sich daran oft der Arbeitgeber mit einem Zuschuss in Höhe der von ihm eingesparten Sozialversicherungsbeiträge. Mit diesem Modell können Arbeitnehmer zusammen mit ihrem Arbeitgeber ihre Altersvorsorge ausbauen. Der Arbeitgeber hingegen profitiert durch die damit gestiegene Attraktivität seiner Stellenangebote.

Vorteile werden oft noch nicht genutzt

Trotz dieser Vorteile besteht gerade bei KMUs noch großer Handlungsbedarf: Denn mehr als 70 Prozent der Arbeitnehmer nutzen bislang noch nicht die Vorteile einer bAV. Dabei haben sie einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersvorsorge über einen vom Arbeitgeber ausgewählten „Durchführungsweg“. Unternehmen wären daher gut beraten, ihrer Belegschaft aktiv ein Angebot zu unterbreiten. Denn für immer mehr Arbeitnehmer spielen bei der Wahl eines attraktiven Arbeitgebers neben dem Gehalt noch weitere Faktoren eine entscheidende Rolle.

Die bAV ist deshalb eine große Chance für Arbeitgeber, qualifizierte Bewerber von ihren leistungsfähigen Vorsorgekonzepten zu überzeugen und als Fachkräfte für ihr Unternehmen zu gewinnen. Dabei stehen mehrere Durchführungswege zur Verfügung, die jeweilige Eignung richtet sich nach der Unternehmensgröße, Branche und dem selektierten Mitarbeiterkreis. Im Mittelpunkt steht dabei immer die aktuelle Ausgangssituation des Unternehmens: Möchte ein großer Arbeitgeber mehrere Durchführungswege kombinieren, um sein Betriebsrentenangebot zu erweitern? Oder sucht ein kleineres Unternehmen eine bewährte und in der Verwaltung wenig aufwändige Lösung?

Das richtige Modell auswählen

Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die gewählte bAV nicht mit zusätzlichen Bausteinen und Opti­onen „überfrachtet“ ist. Leider sind solche Modelle meist unübersichtlich gestaltet, was deren Annahme durch die Mit­arbeiter hemmt und die Verwaltung für den Arbeitgeber aufwändig macht.

Zu den gesuchten Fachkräften gehören auch studentische „Minijobber“, deren Einkünfte jedoch gesetzlich begrenzt sind. Trotzdem möchten sich viele gerne eine eigene Altersvorsorge aufbauen, können sich diese aber nicht leisten. Die „Minijob-Rente“ kann hierbei Abhilfe schaffen und für mehr Motivation und Produktivität ohne Nachteile auf beiden Seiten sorgen

Altersvorsorge für Selbständige

Altersvorsorge für Selbständige

Wer in Deutschland als Selbständiger tätig ist, scheint keine großen Erwartungen an seine eigene Zukunft zu haben. Zumindest, wenn man einer Studie des Versicherers Aegon Glauben schenkt. Hiernach sind gerade einmal ein Fünftel der Selbständigen in Deutschland davon überzeugt, im Ruhestand komfortabel leben zu können. In die gesetzliche Rentenversicherung zahlen die wenigsten ein. Viele Selbständige in Deutschland wissen, dass sie privat etwas für ihre Altersvorsorge tun müssen, bleiben aber untätig. Für sie rückt der Ruhestand damit in weite Ferne, wie die Studie offenbart.

Wenig Zukunftshoffnungen

Da in Deutschland nur die wenigsten Selbständigen an eine Rente glauben, mit der sie auskommen, sind die meisten davon überzeugt, erst später bzw. überhaupt nicht in den Ruhestand gehen zu können. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der deutschen Selbständigen geben an, erst nach dem 65. Lebensjahr in den Ruhestand gehen zu können. Einige sehen sich bis zu ihrem Lebensende arbeiten, unter anderem aus finanziellen Gründen.

Altersvorsorge als Notwendigkeit erkannt

In der Regel können Selbständige weder in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, noch arbeitgebergeförderte Leistungen zur Altersvorsorge bekommen. Sie müssen sich also besonders sorgfältig mit ihrer Ruhestandsplanung befassen. Laut der Studie weiß die überwiegende Mehrheit der Selbständigen, dass Altersvorsorge in ihrer eigenen Verantwortung liegt. Von dieser Erkenntnis bis zur Umsetzung scheint es allerdings ein weiter Weg zu sein. Gerade einmal 40 Prozent der Befragten geben an, regelmäßig Geld zurückzulegen. Von den Einzelunternehmern schaffen sich sogar nur 29 Prozent ein Finanzpolster an.

Exit Strategie für Selbständige

15 Prozent der Selbständigen planen einen Verkauf ihres Unternehmens zur Absicherung des Ruhestands. Aber Gewissheit über den Unternehmenswert zum Renteneintritt kann ihnen niemand geben. Einen schriftliches Konzept zur Versorgung im Alter hat nur jeder zehnte Unternehmer. 44 Prozent erklärten immerhin, über einen „Plan B“ zu verfügen, falls sie nicht mehr bis zum geplanten Eintritt in den Ruhestand arbeiten können.

Politischer Gegenentwurf zur Altersarmut offen

Inzwischen beschäftigt sich auch die deutsche Politik mit der drohenden Altersarmut bei Selbständigen. In der Sache sind sich die Parteien über die Dringlichkeit dieses Problems einig – unterschiedliche Vorstellungen bestehen allerdings hinsichtlich der Lösung. So ist umstritten, ob einfach alle Selbständigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen oder eher zur selbständigen Altersvorsorge verpflichtet werden sollen. Letzteres könnte dann auch über private Anbieter stattfinden.

Versicherungswirtschaft bietet private Lösungen

Der Markt der Finanzdienstleistungen kennt das Problem seit Langem und hält inzwischen eine breite Palette an Lösungen bereit. Doch nur wer den zukünftigen Bedarf genau kennt und weiß, wie viel er dafür monatlich zur Seite legen muss, kann dieses Ziel auch systematisch verfolgen. Der erste Schritt ist somit immer eine Bestimmung des Bedarfs. Aspekte wie Inflation, Rentenanpassungen, Steuern und Versicherungen im Alter müssen hier berücksichtigt werden. Auf Basis des so ermittelten Bedarfs findet sich oft schnell eine passende und bezahlbare Lösung, insbesondere wenn man sich frühzeitig dem Thema Altersvorsorge widmet.