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Studium finanzieren

Studium finanzieren

Studium, Miete und Freizeit finanzieren – für Vollzeitstudenten ist es nicht immer leicht, alles unter einen Hut zu bringen. Die meisten Eltern unterstützen ihre studierenden Kinder. Das ist nicht in jedem Elternhaus problemlos machbar, daher sind auch viele Studierende mit einem Nebenjob beschäftigt. Im Durchschnitt fließen 864 Euro pro Monat auf das Konto eines deutschen Studenten, doch rund 545 Euro gehen für die Miete, Essen und Mobilität ab. Nicht wenige geben während des Studiums mehr Geld aus, als sie besitzen. Um dennoch ein Auskommen zu ermöglichen, gibt es sowohl private als auch staatliche Hilfe. Die beliebteste Geldquelle bleiben die Eltern, danach folgen der Nebenjob, ein Kredit, Bafög oder ein Stipendium. Welche Quellen sind tatsächlich sinnvoll?

Job neben dem Studium

63 Prozent der deutschen Studenten jobben neben der Uni. Hier verdienen sie durchschnittlich zehn Euro pro Stunde, bzw. 300 bis 450 Euro pro Monat. Bei Ferien- und Minijobs gilt der geringe Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde, wohingegen Werkstudenten einen Stundenlohn von bis zu 15 Euro erhalten. Minijobber, Werkstudenten und Ferienarbeiter haben dabei die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte: Kündigungsschutz sowie Urlaubs- und Krankheitsgeld. Weiterhin sind Vollzeitstudenten zum Großteil von der Sozialversicherung und bis 8.652 Euro pro Jahr von der Einkommenssteuer befreit.

Studienkredit

Fast 53.000 junge Menschen nahmen in 2015 einen Kredit zur Finanzierung ihres Studiums auf. Diese locken mit niedrigen Zinsen und Sonderzahlungen.
Studenten sollten immer die Konditionen und Rückzahlungsbedingungen vergleichen. Eine falsche Entscheidung kann schnell ins Geld gehen. Staatliche Kredite haben meist variable Zinsen, sodass diese während der Laufzeit ansteigen können. Nicht geförderte privatwirtschaftliche Kredite haben hingegen fixe Zinsen, welche jedoch von vornherein höher sind. Grundsätzlich muss ein Kreditnehmer sich im Klaren sein, dass Schulden entstehen, die der Geldgeber in voller Höhe zurückfordern wird.

Studium finanzieren durch Bafög

Jeder dritte Student in Deutschland bezieht Bafög. Der durchschnittliche Förderbetrag liegt bei 443 Euro, der Höchstsatz bei 735 Euro pro Monat. Bafög-Bezieher müssen zudem keinen Rundfunkbeitrag zahlen. Bafög ist grundsätzlich für alle Studenten in der Regelstudienzeit zinsfrei und besteht zur Hälfte aus einer Förderung, die nicht zurück gezahlt werden muss. Ob für das Studium ein Anspruch auf Bafög besteht, errechnet sich unter anderem aus den eigenen Rücklagen und dem Gehalt der Eltern.

Finanzierung durch Stipendien

Vier Prozent der deutschen Studenten erhalten ein Stipendium. Wie hoch das Grundstipendium ist, hängt – wie beim Bafög – vom finanziellen Hintergrund der Eltern, Ersparnissen oder Nebenjobs ab. Was viele nicht wissen, nicht nur „Einserschüler“ erhalten Stipendien. Nicht selten hängt ein Stipendium von anderen Aspekten wie Forschung, sozialem Engagement oder Regionen ab. Sie Suche nach kleineren, regionalen und unbekannteren Anbietern lohnt, manche Stipendien bleiben dort offen, weil sich viele Studenten keine Chancen auf ein Stipendium ausrechnen. Weitere Infos und verschiedene Datenbanken für Stipendien finden Sie auf https://www.studis-online.de/StudInfo/Studienfinanzierung/stipendien.php.

Pflegekosten der Eltern

Pflegekosten der Eltern

Wenn Eltern im Alter in ein Pflegeheim kommen, müssen die Kinder die Pflegekosten der Eltern übernehmen, sofern diese das selbst nicht mehr können. Da die Kinder in jungen Jahren von ihren Eltern unterstützt wurden, sollen die Kinder später für ihre Eltern sorgen. So sieht es der Gesetzgeber. Die Kinder müssen Unterhaltszahlungen für die Beträge leisten, die die Eltern nicht selbst aufbringen können. Und zwar mit dem Anteil des Einkommens, das nach Abzug von Ausgaben und Schonbeträgen übrig bleibt.

Unterhaltshöhe sorgt für Streit

Streitpunkt ist immer wieder die Höhe der zu übernehmenden Kosten. In einem aktuellen Fall am Bundesgerichtshof hat das Sozialamt die Tochter eines Pflegebedürftigen für einen Teil der Pflegekosten in Anspruch genommen. Die Tochter erklärte, dass die geleistete Betreuung ihres eigenen Kindes in Geld umgerechnet und somit einkommensmindernd berücksichtigt werden solle. Das sahen die Richter des BGH allerdings anders. Nur der an das Kind erbrachte Bar- und Naturalunterhalt könne mindernd berücksichtigt werden. Dieser ergebe sich „aus dem gemeinsamen Einkommen beider Elternteile unter Abzug des halben Kindergeldes und des vom anderen Elternteil geleisteten Barunterhalts“, so der BGH.

Wann müssen Kinder zahlen?

1. Elternvermögen geht vor

Bevor die Kinder für Pflegekosten herangezogen werden, müssen die Eltern zuerst ihr eigenes Vermögen einsetzen – also aus gesetzlicher und privater Rente, Pflegeversicherung und ihrem Vermögensstamm. Einen Schonbetrag von derzeit 2.600 Euro dürfen sie behalten. Sollte ein Anspruch auf Grundsicherung im Alter bestehen, muss dieser beantragt werden. Erst danach sind die Kinder verpflichtet, für den Unterhalt der Eltern zu sorgen – im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten.

2. Unterhalt hängt vom Vermögen der Kinder ab

Ob Kinder wirklich Elternunterhalt zahlen müssen, hängt vom Einkommen und Vermögen der Kinder ab. Hier werden alle tatsächlich erzielten Einkünfte zusammengerechnet – bei Arbeitnehmern wird der Durchschnitt von zwölf zusammenhängenden Monaten vor Eintritt des Unterhaltbedarfs gebildet. Wer selbständig ist, bei dem werden die durchschnittlichen Einkünfte der zurückliegenden drei bis fünf Jahre herangezogen.

3. Diese Kosten können abgezogen werden

Von diesem ermittelten Nettoeinkommen werden nun noch folgende Kosten abgezogen.

  • Ausgaben für den Beruf, beispielsweise Fahrtkosten
  • Kosten der allgemeinen Krankenvorsorge und krankheitsbedingte Aufwendungen
  • Kosten für private Altersvorsorge (bis zu fünf Prozent des Bruttoeinkommens plus Zinsen)
  • Darlehensverbindlichkeiten
  • Anfallende Kosten für regelmäßige Besuche der Eltern

Vom bereinigten Nettoeinkommen können die Kinder noch einen Selbstbehalt abziehen. Dieser beträgt seit 1. Januar 2015 1.800 Euro. Kommt ein Ehepartner hinzu, sind es weiter 1.440 Euro monatlich. Vom eigenen über den Selbstbehalt hinausgehenden Vermögen können 50 Prozent einbehalten werden. Zum Schonvermögen zählt weiterhin beispielsweise das eigene, selbst genutzte Haus, ebenso wie Reserven für Urlaube. Sollten Unterhaltsansprüche eigener Kinder bestehen, kommen diese zuerst.

4. Unterhaltspflicht unabhängig vom Verhältnis zu den Eltern

Die Unterhaltspflicht ist vollkommen unabhängig vom Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Auch wer seine Eltern jahrelang nicht gesehen hat, muss die Pflegekosten übernehmen. Nur Kinder, deren Eltern ihnen gegenüber etwa selbst die Unterhaltspflicht verletzt haben, haben eine Chance, den Zahlungen zu entgehen.

Altersvorsorge für Selbständige

Altersvorsorge für Selbständige

Wer in Deutschland als Selbständiger tätig ist, scheint keine großen Erwartungen an seine eigene Zukunft zu haben. Zumindest, wenn man einer Studie des Versicherers Aegon Glauben schenkt. Hiernach sind gerade einmal ein Fünftel der Selbständigen in Deutschland davon überzeugt, im Ruhestand komfortabel leben zu können. In die gesetzliche Rentenversicherung zahlen die wenigsten ein. Viele Selbständige in Deutschland wissen, dass sie privat etwas für ihre Altersvorsorge tun müssen, bleiben aber untätig. Für sie rückt der Ruhestand damit in weite Ferne, wie die Studie offenbart.

Wenig Zukunftshoffnungen

Da in Deutschland nur die wenigsten Selbständigen an eine Rente glauben, mit der sie auskommen, sind die meisten davon überzeugt, erst später bzw. überhaupt nicht in den Ruhestand gehen zu können. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der deutschen Selbständigen geben an, erst nach dem 65. Lebensjahr in den Ruhestand gehen zu können. Einige sehen sich bis zu ihrem Lebensende arbeiten, unter anderem aus finanziellen Gründen.

Altersvorsorge als Notwendigkeit erkannt

In der Regel können Selbständige weder in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, noch arbeitgebergeförderte Leistungen zur Altersvorsorge bekommen. Sie müssen sich also besonders sorgfältig mit ihrer Ruhestandsplanung befassen. Laut der Studie weiß die überwiegende Mehrheit der Selbständigen, dass Altersvorsorge in ihrer eigenen Verantwortung liegt. Von dieser Erkenntnis bis zur Umsetzung scheint es allerdings ein weiter Weg zu sein. Gerade einmal 40 Prozent der Befragten geben an, regelmäßig Geld zurückzulegen. Von den Einzelunternehmern schaffen sich sogar nur 29 Prozent ein Finanzpolster an.

Exit Strategie für Selbständige

15 Prozent der Selbständigen planen einen Verkauf ihres Unternehmens zur Absicherung des Ruhestands. Aber Gewissheit über den Unternehmenswert zum Renteneintritt kann ihnen niemand geben. Einen schriftliches Konzept zur Versorgung im Alter hat nur jeder zehnte Unternehmer. 44 Prozent erklärten immerhin, über einen „Plan B“ zu verfügen, falls sie nicht mehr bis zum geplanten Eintritt in den Ruhestand arbeiten können.

Politischer Gegenentwurf zur Altersarmut offen

Inzwischen beschäftigt sich auch die deutsche Politik mit der drohenden Altersarmut bei Selbständigen. In der Sache sind sich die Parteien über die Dringlichkeit dieses Problems einig – unterschiedliche Vorstellungen bestehen allerdings hinsichtlich der Lösung. So ist umstritten, ob einfach alle Selbständigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen oder eher zur selbständigen Altersvorsorge verpflichtet werden sollen. Letzteres könnte dann auch über private Anbieter stattfinden.

Versicherungswirtschaft bietet private Lösungen

Der Markt der Finanzdienstleistungen kennt das Problem seit Langem und hält inzwischen eine breite Palette an Lösungen bereit. Doch nur wer den zukünftigen Bedarf genau kennt und weiß, wie viel er dafür monatlich zur Seite legen muss, kann dieses Ziel auch systematisch verfolgen. Der erste Schritt ist somit immer eine Bestimmung des Bedarfs. Aspekte wie Inflation, Rentenanpassungen, Steuern und Versicherungen im Alter müssen hier berücksichtigt werden. Auf Basis des so ermittelten Bedarfs findet sich oft schnell eine passende und bezahlbare Lösung, insbesondere wenn man sich frühzeitig dem Thema Altersvorsorge widmet.